Ratgeber · Gestaltung
Ein Plakat,das wirkt.
Ein Plakat hat etwa zwei Sekunden. In dieser Zeit muss es gesehen, gelesen und verstanden sein. Die meisten schlechten Plakate scheitern nicht am Budget, sondern daran, dass zu viel darauf steht.
Eine Botschaft, nicht drei
Die härteste und wichtigste Regel: Ein Plakat trägt genau eine Aussage. Wer Öffnungszeiten, Sortiment, Adresse, Website und ein Angebot gleichzeitig unterbringen will, transportiert am Ende nichts davon.
Fragen Sie sich vor der Gestaltung: Was soll die Person, die vorbeifährt, danach wissen oder tun? Alles, was nicht auf diese eine Antwort einzahlt, kommt vom Plakat herunter.
Groß, kontrastreich, einfach
Schrift auf einem Plakat wird aus deutlich größerer Entfernung gelesen als am Bildschirm. Setzen Sie sie größer, als es Ihnen beim Entwurf nötig erscheint. Prüfen Sie Ihr Motiv, indem Sie es auf dem Bildschirm klein skalieren und ein paar Schritte zurücktreten — was dann nicht lesbar ist, ist es draußen auch nicht.
Harter Kontrast schlägt schöne Nuancen. Dunkle Schrift auf hellem Grund oder umgekehrt, keine Schrift auf unruhigem Bildbereich, keine dünnen Linien.
Die Marke muss erkennbar sein
Ein Plakat, das man toll findet, ohne zu wissen von wem, ist verschwendetes Budget. Logo und Markenfarbe gehören deshalb an eine feste, gut sichtbare Stelle — und über alle Motive hinweg an dieselbe.
Wenn Sie mehrere Motive schalten, halten Sie ein durchgehendes Gestaltungsmerkmal fest: dieselbe Farbe, dieselbe Typografie, dieselbe Bildsprache. Wiedererkennung entsteht durch Wiederholung.
Der nächste Schritt muss klar sein
Sagen Sie den Menschen, was sie tun sollen — und machen Sie es einfach. Eine kurze, merkbare Adresse funktioniert besser als eine lange URL mit Unterseiten. Eine Telefonnummer funktioniert im Auto besser als ein QR-Code.
QR-Codes haben auf schnell passierten Flächen kaum Wirkung, an Haltestellen und in Wartesituationen dagegen durchaus. Das Format entscheidet mit, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
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Fragen & Antworten
Häufige Fragen
Wie viel Text darf auf ein Plakat?
Als Faustregel: eine Aussage, eine Bildidee, ein Absender, ein nächster Schritt. Bei Flächen, an denen Menschen warten — etwa City-Light-Poster an Haltestellen —, geht etwas mehr. An Durchgangsstraßen weniger.
Funktionieren QR-Codes auf Plakaten?
Es kommt auf die Situation an. Wer vorbeifährt, scannt nicht. Wer wartet, schon eher. Wir sagen Ihnen zur konkreten Fläche, ob sich das lohnt.
Sollten alle Motive gleich aussehen?
Nicht identisch, aber erkennbar verwandt. Ein gemeinsames Gestaltungsmerkmal über alle Motive hinweg sorgt dafür, dass die Wiederholung auch als Wiederholung wahrgenommen wird.
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